02.07.2026 | Parlament

Wenn Geschichte Schule macht: Referendarinnen und Referendare aus Münster zu Gast bei der SED-Opferbeauftragten

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die an einer runden Holztafel in einem großen Saal sitzen. In der Mitte sitzt eine Frau, die zu den Anwenden (in Richtung Kamera) schaut und spricht

In einem Ausschussaal im Deutschen Bundestag beantwortet die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke die Fragen der Lehramtsreferendarinnen und referendare. (© Team Zupke)

19 angehende Geschichtslehrerinnen und -lehrer im Austausch mit der SED-Opferbeauftragten: Was hat Sie damals motiviert, an der Bürgerrechtsbewegung teilzunehmen? Wie schätzen Sie den Status der Aufarbeitung der SED-Diktatur heutzutage ein? Und was wünschen Sie sich von uns Lehrkräften?

Die Lehramtsreferendarinnen und -referendare aus Münster reisten auf Einladung des Bildungsteams des Stasi-Unterlagen-Archivs(Externer Link) nach Berlin. Im intensiven Gespräch mit Evelyn Zupke bekamen sie einen Einblick, der weit über Lehrbuchwissen hinausgeht. 

Für die Opferbeauftragte ist der Austausch mit angehenden Lehrkräften ein wichtiger Baustein ihrer Arbeit. Sie wirbt dafür, dass Lehrkräfte der Geschichte der SED-Diktatur im Unterricht mehr Raum geben. Sowohl staatliche Überwachung und Einschüchterung wie auch Opposition und Widerstand brauchen einen festen Platz im Unterricht. Denn das historische Wissen um die Einschränkungen in einer Diktatur sei praktische Demokratiearbeit.

Begegnungen wie mit den Referendarinnen und Referendaren aus Münster zeigen, dass das Interesse bei der kommenden Lehrergeneration da ist. Jetzt gilt es, dass aus diesem Interesse praktischer Unterricht wird.