03.05.2026 | Parlament

Großer Andrang beim Tag der Ein- und Ausblicke 2026 im Deutschen Bundestag: SED-Opferbeauftragte zieht positive Bilanz

Das Foto zeigt zwei Frauen, die an einem Stehtisch stehen und sich anschauen. Eine der Frauen spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund ist ein großes Plakat imt der Aufschrift: Tag der Ein- und Ausblicke 3. Mai, zu erkennen.
Das Foto zeigt 2 Frauen und 1 Mann, die hinter einem Stehtisch in einem Saal stehen. Hinter ihnen steht eine Präsentationswand. Eine der Frauen schaut freundlich zu einem der Menschen, die ihr gegenüber stehen und spricht dabei. Einige Menschen stehen daneben und schauen sie an.
Das Foto zeigt einen Mann und eine Frau, die vor einer Präsentationswand miteinander reden.
Das Foto zeigt eine Frau und einen älteren Mann, die in einem Raum an einem Holztisch sitzen. Sie haben jeweils ein Mikrofon sowie Getränke vor sich auf dem Tisch stehen. Die Frau spricht ins Mikrofon und schaut in Richtung der Kamera.
Das Foto zeigt eine Gruppe von Menschen (von hinten), die auf einer Terrasse stehen und in Richtung des Reichstags blicken. Im Hintergrund ist die Reichstagskuppel zu erkennen.

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Gespräch mit der SED-Opferbeauftragten Evelyn Zupke (l) zum Thema „65 Jahre Mauerbau. An die Opfer der SED-Diktatur erinnern und die Betroffenen heute unterstützen“. (© Deutscher Bundestag / Anika Nowak)

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Die SED-Opferbeauftragte führte an ihrem Informationsstand unter anderem Bürgergespräche und ein Quiz mit den Gästen durch. (© Team Zupke)

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Omid Nouripour, Vizepräsident beim Deutschen Bundestag, MdB, besuchte die SED-Opferbeauftragte an ihrem Informationsstand im Reichstagsgebäude. (© Team Zupke)

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Zeitzeugengespräch „Alles für die Freiheit“ mit dem ehemaligen Fluchthelfer Burkhart Veigel. (© Deutscher Bundestag / Christina Czybik)

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Führung durch den Bundestag „Auf den Spuren von Mauer und Grenze“ (© Team Zupke)

Am Sonntag, den 3. Mai 2026, öffnete der Deutsche Bundestag zum 19. Mal seine Türen für die Öffentlichkeit. Über Elftausend Gäste nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen der parlamentarischen Arbeit zu blicken. Mit Informationsständen, Führungen, Bürgerdialogen und Podiumsdiskussionen informierten die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und das Präsidium, die Fraktionen, die Beauftragten beim Bundestag, die Ausschüsse und die Bundestagsverwaltung über ihre Arbeit. Auch die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke war mit einem vielfältigen Informationsangebot vertreten und konnte sich über ein enormes Interesse an ihrer Arbeit und an den Schicksalen der SED-Opfer freuen.

Der Präsentationsbereich der SED-Opferbeauftragten im Reichstagsgebäude entwickelte sich am vergangenen Sonntag zu einem zentralen Anlaufpunkt für zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Unter dem Titel „65 Jahre Mauerbau – Diktatur verstehen. Demokratie gestalten“ informierte die Bundesbeauftragte gemeinsam mit ihrem Team über ihr Amt, über die verschiedenen Betroffenengruppen sowie über die Erfolge in der Verbesserung der sozialen Lage der Opfer der SED-Diktatur.

Das Foto zeigt zwei Frauen, die in einem Saal vor einem Roll-Up stehen und sich dieses anschauen. In dem Saal sind zudem sehr viele Menschen.

Die Bundesbeauftragte führt die Vizepräsidentin beim Deutschen Bundestag Josephine Ortleb, MdB, durch die Ausstellung „Niemand hat die Absicht – Herbert Ernst. Ein Leben in Berlin.“ vom Dokumentationszentrum am Moritzplatz in Zusammenarbeit mit Ralf Gründer (Berlin). (© Team Zupke)

Zudem präsentierte die Bundesbeauftragte ihren Gästen die Ausstellung „Niemand hat die Absicht – Herbert Ernst. Ein Leben in Berlin“, welche vom Dokumentationszentrum am Moritzplatz in Zusammenarbeit mit Ralf Gründer (Berlin) als Würdigung der Arbeit des Kameramannes Herbert Ernst erstellt wurde. Mithilfe von Screenshots aus seinen Filmreportagen beleuchtet die Ausstellung eindringlich die Ereignisse im geteilten Berlin. 

Quiz, Zeitzeugengespräch und Interview, Führung
Besonders großen Zuspruch fand das von der Opferbeauftragten angebotene Quiz „65 Jahre Mauerbau, 36 Jahre Deutsche Einheit“. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu testen und sich anschließend vertiefend über die Arbeit des Amtes und über die aktuellen Schwerpunkte der Arbeit der Opferbeauftragten zu informieren.

Ein emotionaler Höhepunkt war das Zeitzeugengespräch, das Evelyn Zupke mit dem bekannten Fluchthelfer Burkhart Veigel führte. Im intensiven Austausch schilderte Veigel die Gefahren und die Motivation hinter seinen spektakulären Fluchthilfeaktionen durch Tunnel und in umgebauten Fahrzeugen. Für die SED-Opferbeauftragte sind solche Begegnungen unverzichtbar: „Die lebendige Erinnerung von Zeitzeugen wie Burkhart Veigel schärft unser Bewusstsein für den Wert von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit heute“, so die Opferbeauftragte.

Im Rahmen des Bühnenprogramms im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus stand Evelyn Zupke zudem Rede und Antwort. Zupke erläuterte im Interview die Fortschritte bei der Anerkennung von DDR-Unrechtsbiografien und betonte die Notwendigkeit, das Schicksal der Betroffenen auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung fest im gesellschaftlichen Gedächtnis zu verankern.

Das Foto zeigt einen Mann, der auf einer Dachterrasse steht. Im Hintergrund ist das Paul-Löbe-Haus und das Reichstagsgebäude zu erkennen. Der Mann hält ein ausgedrucktes A4-Blatt hoch, auf dem ein Foto von einem alten Gebäude zu erkennen ist.

Niels Schwiderski, Leiter der Geschäftsstelle der SED-Opferbeauftragten, führte die Gäste durch die Bundestagsliegenschaften „Auf den Spuren von Mauer und Grenze“. (© Team Zupke)

Darüber hinaus begab sich der Leiter der Geschäftsstelle der SED-Opferbeauftragten Niels Schwiderski gemeinsam mit einigen Gästen bei einer Führung durch die Bundestagsliegenschaften „Auf den Spuren von Mauer und Grenze“. Die Teilnehmenden waren erstaunt über die wechselvolle Geschichte dieses Ortes im geteilten Berlin. Besonders ergriffen waren sie von den Schicksalen der Menschen, die beim Versuch die Grenze zu überwinden, in direkter Nähe zum Reichtstagsgebäude zu Tode kamen.