Besuch beim Projekt „Kolonialismus erinnern“

Evelyn Zupke mit Dr. Ibou Coulibaly Diop, der das Erinnerungskonzept erarbeitet hat. (© Team Zupke)
Die SED-Opferbeauftragte hat am 23. Juni 2026 das Projekt „Kolonialismus erinnern“ besucht – und damit ein Thema in den Blick genommen, das in der deutschen Gedenklandschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Ausgehend von einem Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses von 2019 hat ein Team beim Stadtmuseum Berlin gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur ein Erinnerungskonzept entwickelt. Dies wurde Ende 2025 im Kulturausschuss des Berliner Landesparlamentes vorgestellt. Berlin soll einen Ort bekommen, an dem Menschen lernen, gedenken und erinnern – und die Kolonialgeschichte soll im Stadtbild sichtbar werden. Das Projektteam entwickelt nun im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur Vorschläge zur Umsetzung.
Die Opferbeauftragte verfolgt diese Entwicklung aufmerksam. Sie begrüßt, dass sich der Bund grundsätzlich dazu bekannt hat, künftig Strukturen für das Gedenken an die Verbrechen des Kolonialismus aufzubauen – ein Bekenntnis, das sie bereits in der Anhörung des Kulturausschusses des Bundestages am 17. Dezember 2025 zur Gedenkstättenkonzeption unterstrichen hatte. Mit dem Besuch hat die Opferbeauftragte ihre Unterstützung signalisiert und erkundet, wie sie in ihrer Funktion zur Aufarbeitung des Kolonialismus beitragen kann.