25.02.2021 Wirtschaft und Energie — Antwort — hib 247/2021

Kraftwerksreserven in Deutschland

Berlin: (hib/FNO) Die Netzreserve ist 2020 für insgesamt 1.470,25 Stunden abgerufen worden, wobei besonders die Kraftwerke Irsching und Bexbach eingesetzt worden sind. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/26563) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/26044) hervor. Die Kosten für die ersten drei Quartale des vergangenen Jahres beliefen sich den angaben zufolge auf 213,9 Millionen Euro. Die neu aufgebaute Kapazitätsreserve sei nicht genutzt worden. Die seit dem 01. Oktober 2020 bereitgehalten 1.056 MW Leistung kosteten pro Vertragsjahr 71,8 Millionen Euro. Auch die Kohlekraftwerke in der Sicherheitsreserve seien bisher nicht angefordert worden, die Kosten hätten 2019 zwischen 250 und 300 Millionen Euro gelegen. Bei den in Aufbau befindlichen besonderen netztechnischen Betriebsmitteln (ehemals Netzstabilitätsanlagen) seien bisher kaum Kosten angefallen. Im Jahr 2019 lagen diese laut Bundesregierung unter zwei Millionen Euro, für 2020 gebe es noch keine Angaben. Da mit einer Inbetriebnahme erst ab Oktober 2022 gerechnet werde, seien die Anlagen bisher ebenfalls nicht eingesetzt worden.

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