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Presse

Gewaltprävention an Schulen

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Kleine Anfrage - 13.04.2021 (hib 465/2021)

Berlin: (hib/ROL) Zu Gewaltprävention an Schulen stellt die FDP-Fraktion eine Kleine Anfrage (19/28195). Die Fraktion möchte unter anderem wissen, welche Erkenntnisse die Bundesregierung über physische und psychische Gewalt gegenüber Lehrkräften seit 2016 hat und ob der Bundesregierung konkrete Fälle von Übergriffen auf Lehrkräfte bekannt sind. Auch fragt die FDP-Fraktion, in wie vielen Fällen zwischen 2016 und 2021 tätliche Angriffe von Schülern und Schülerinnen auf Lehrkräfte zur Anzeige gebracht worden sind und bei wie vielen es zu gerichtlichen Urteilen kam. Ferner interessiert die Abgeordneten, ob die Bundesregierung Erkenntnisse von rechts- sowie linksextremistischen Umtrieben beziehungsweise Einflüssen an Schulen hat.

Der Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty habe die Diskussion um Gewalt an Schulen auch in Deutschland wieder entfacht. Samuel Paty hatte im Rahmen einer Unterrichtsstunde zur Meinungsfreiheit Karikaturen des muslimischen Propheten Mohammed gezeigt. Auch an deutschen Schulen sei Gewalt - sowohl rassistisch als auch islamistisch motiviert - ein ernstzunehmendes Thema.

Dabei sei es keineswegs immer so, dass die Täterinnen und Täter eine gefestigte ideologische Position vertreten würden. So verfügten beispielsweise junge Menschen, die in gewaltaffine islamistische Milieus abrutschten, häufig nur über geringe Kenntnisse der islamischen Religion, auch wenn sie diese für Propagandazwecke instrumentalisieren würden.

Nach Ansicht der FDP-Fraktion muss Prävention gegen Extremismus in seiner ganzen Bandbreite Gegenstand schulischen Handelns sein. Schulen seien für Gewaltpräventionen ein äußerst wichtiger Ort, weil gerade hier alle jungen Menschen zwischen dem sechsten und achtzehnten Lebensjahr erreicht werden können.