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Presse

FDP für Reform der Lehrerausbildung

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antrag - 25.06.2021 (hib 844/2021)

Berlin: (hib/SAS) Die FDP-Fraktion dringt auf die Abschaffung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern in der Bildung. In einem Antrag (19/31173) fordert sie die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf zur Änderung von Artikel 91 b des Grundgesetzes vorzulegen, damit Bund und Länder künftig „auf Grund von Vereinbarungen zur Sicherstellung der Qualität, der Leistungsfähigkeit und der Weiterentwicklung des Bildungswesens“ zusammenarbeiten können. Ziel sei insbesondere eine Bund-Länder-Vereinbarung, um gemeinsam Strategien gegen den Lehrermangel sowie eine Reform der Lehreraus- und -fortbildung sowie Vergütung zu entwickeln, heißt es im Antrag.

Nach Auffassung der FDP soll diese Reform die Lehrerausbildung „flexibler, praxisnah und zukunftsfähig“ machen. Außerdem solle für Lehrer das Recht sowie die Verpflichtung zu Fortbildungen eingeführt und eine zentrale „Deutsche Lehrerakademie“ eingerichtet werden. Diese solle gemeinsam mit den Landesakademien Lehrerfortbildungen zu besonders relevanten Themen anbieten, schreiben die Abgeordneten. Gleichzeitig fordern sie, den Lehrberuf - auch über den Weg von Schulfreiheitsgesetzen - durch neue Gestaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie eine auch an Leistung- und Engagement orientierte Besoldung attraktiver zu gestalten.

Die Corona-Pandemie habe den dringenden Handlungsbedarf offengelegt, erklärt die FDP-Fraktion ihre Initiative: Laut Umfragen hätten 54 Prozent der Lehrkräfte auf eigene Initiative ihren Unterricht digital gestaltet. 42 Prozent der Eltern seien wegen der Überforderung der Lehrkräfte mit digitalen Anwendungen hingegen unzufrieden gewesen. Die Zahlen zeigten, dass es „gesamtstaatliche Lösungen“ brauche. Bund, Länder und Kommunen müssten an einem Strang ziehen, heißt es weiter in der Vorlage. Denn während Deutschland über Bildungszuständigkeiten diskutiere, „enteilen Bildungsvorreiter wie Kanada, Estland und Singapur immer weiter“.