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Presse

Straftaten gegen Flüchtlinge im zweiten Quartal 2021

Inneres und Heimat/Antwort - 08.09.2021 (hib 1008/2021)

Berlin: (hib/STO) Bei Gewaltdelikten gegen Flüchtlinge sind im zweiten Quartal dieses Jahres laut Bundesregierung 35 Menschen verletzt worden, darunter zwei Kinder. Alle Verletzten wurden bei Straftaten gegen Flüchtlinge außerhalb von Asylunterkünften registriert, wie aus der Antwort der Bundesregierung (19/32189) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/31938) weiter hervorgeht.

Wie die Bundesregierung darin ferner berichtet, lagen ihr mit Stand vom 13. August vorläufigen Zahlen zufolge Erkenntnisse zu 229 politisch motivierten Delikten im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni 2021 vor, „die sich gegen Asylbewerber beziehungsweise Flüchtlinge außerhalb von Asylunterkünften“ richteten. Davon entfielen 208 Straftaten auf die politisch rechts motivierte Kriminalität.

Zudem lagen der Bundesregierung den Angaben zufolge Erkenntnisse zu insgesamt 13 politisch motivierten Delikten im zweiten Quartal 2021 vor, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft Tatort oder direktes Angriffsziel war. Diese Delikte zählten laut Antwort alle zu politisch rechts motivierten Straftaten.

Auch verfügt die Bundesregierung laut Vorlage über Erkenntnisse zu vier Straftaten gegen Hilfsorganisationen und fünf Straftaten gegen Ehrenamtliche beziehungsweise freiwillige Helfer im genannten Zeitraum, die alle der politisch rechts motivierten Kriminalität zuzuordnen sind.