88 Millionen Euro für Information und Kampagnen 2024
Berlin: (hib/VOM) Die Bundesregierung beziffert ihre finanziellen Aufwendungen für Informationsmaßnahmen, Anzeigen, Kampagnen und Werbung für das Jahr 2024 auf 88,66 Millionen Euro. In ihrer Antwort (21/378) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/179) weist sie einschränkend darauf hin, dass einige Aufwendungen in Rahmenverträgen pauschal enthalten seien und nicht gesondert ausgewiesen werden könnten. Umfassende Abfragen innerhalb der Ressorts, die über die vorhandenen Datenbestände hinausgehende Recherchen erfordert hätten, seien in der kurzen Frist nicht möglich gewesen. Die Angaben beschränkten sich auf die in der verfügbaren Zeit ermittelbaren Informationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Auch sei die Auslandsöffentlichkeitsarbeit nicht erfasst.
Die reinen Schaltkosten einschließlich Mehrwertsteuer ohne Agenturhonorare und Kreationskosten hätten sich danach für Online auf 47,09 Millionen Euro, für Print auf 8,63 Millionen Euro, für TV auf 2,69 Millionen Euro, für Außenwerbung auf 22,84 Millionen Euro, für Hörfunk auf 4,84 Millionen Euro und für Kino auf 1,82 Millionen Euro belaufen. Die medienübergreifenden Aufwendungen der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs hätten 754.050 Euro betragen.
Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, wurden für einige Informationskampagnen auch Influencer in den sozialen Netzwerken beauftragt. Genannt werden „Fachkräfte“ und „Energiewechsel“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, „Hier fürs Wir - Zusammen für mehr Respekt“ (Respektkampagne für Polizei und Rettungskräfte) des Bundesinnenministeriums, „Bürokratieabbau“ und „Rechtsstaat“ des Bundesjustizministeriums, „Pflege kann was“, „Bündnis für die junge Generation Ideenpreis“, Hilfetelefon „Schwangere in Not“ und „Schieb Deine Verantwortung nicht weg!“ (Kampagne gegen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen) des Bundesfamilienministeriums, „BAföG-Infokampagne“ und „Berufenavi“ des Bundesbildungsministeriums, die Social-Media-Aktion zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung des Bundesentwicklungsministeriums und die Information zum Thema Rassismus im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft des Bundeskanzleramtes.