04.07.2025 Landwirtschaft, Ernährung und Heimat — Antwort — hib 281/2025

Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Berlin: (hib/MIS) Die Bundesregierung strebt an, Lebensmittelabfälle und -verluste möglichst zu vermeiden - und zwar in jedem Sektor von der Primärproduktion und der Verarbeitung, über den Handel und die Außer-Haus-Verpflegung bis zu den privaten Haushalten. Das geht aus ihrer Antwort (21/678) auf eine Kleine Anfrage (21/360) der AfD-Fraktion mit dem Titel „Maßnahmen zur Absenkung von Lebensmittelabfällen im Bundesgebiet“ hervor.

Zu diesem Zweck würden einerseits sektorspezifische Maßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise der Pakt gegen Lebensmittelverschwendung im Handel oder die Initiative „Zu gut für die Tonne!“, die sich primär an private Haushalte richte. Andererseits würden auch die Schnittstellen zwischen den Sektoren adressiert, aktuell mit der Dialogreihe „Gemeinsam gegen Lebensmittelabfälle - Dialog für eine neue Wertschätzungskette“, die perspektivisch verstetigt werden solle.

Dem Antwortschreiben des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist zudem zu entnehmen, dass im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gemeinnützige Organisationen wie die Tafeln weiterhin unterstützt werden sollen. Zudem soll bis Oktober 2026 auch das Digitalisierungsprojekt „TafelConnect“ gefördert werden, das darauf abziele, eine Großspenden-Software einzuführen, die die Weitergabe von Lebensmitteln aus der Industrie effizienter, transparenter und einfacher gestaltet.

Gefragt, ob der Bundesregierung Datensätze vorliegen, die zur Erhebung der Lebensmittelabfallreduzierung bis 2025 dienen, teilt die Regierung mit, dass ein erster Bericht der Expertinnen und Experten des Thünen-Instituts am 3. Dezember 2024 veröffentlicht worden sei und das Berichtsjahr 2023 umfasse. Demnach konnte über alle Unternehmen hinweg eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle basierend auf den Abschreibungen der Unternehmen um 24 Prozent erreicht werden.