Beitragssteigerungen sollen möglichst verhindert werden
Berlin: (hib/PK) Die Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat sich nach Angaben der Bundesregierung seit Ende des Jahres 2023 deutlich eingetrübt. Dies hänge vor allem mit einer Dynamisierung der Ausgabenentwicklung zusammen, heißt es in der Antwort (21/744) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/497) der AfD-Fraktion.
Die Krankenkassen haben den Angaben zufolge 2024 ein Defizit von rund 6,6 Milliarden Euro verbucht. Auch der Gesundheitsfonds habe 2024 ein Defizit von rund 3,7 Milliarden Euro aufgewiesen. Die beitragspflichtigen Einnahmen der GKV stiegen 2024 aufgrund inflationsbedingt hoher Tariflohnsteigerungen um 5,6 Prozent, die Ausgaben legten jedoch mit 7,8 Prozent stärker zu. Als Grund werden inflationsbedingte Preis-, Lohn- und Vergütungssteigerungen für medizinisches und pflegerisches Personal sowie für medizinische Leistungen und Produkte angeführt.
Einen weiteren Anstieg der Beitragssätze wolle die Bundesregierung durch kurzfristig wirkende Initiativen sowie mittelfristig durch Strukturreformen und die Umsetzung der Vorschläge einer Expertenkommission begrenzen.