17.07.2025 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Antwort — hib 308/2025

Bilanz zur bisherigen Projektförderung durch SPRIND

 

Berlin: (hib/DES) Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hat bislang 72 Projekte an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder von Privatpersonen unterstützt. 32 dieser Projekte sind in Gesellschaften überführt worden, wie aus einer Antwort der Bundesregierung (21/807) auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/533) hervor. Die Abgeordneten hatten sich darin nach dem aktuellen Stand bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen erkundigt. 

Insgesamt habe SPRIND seit ihrer Gründung 108 „Validierungsaufträge“ sowie 88 Projektunterstützungen, die im Zuge sogenannter Innovationswettbewerbe (Stand 31.03.2025) gefördert wurden, unterstützt. Außerdem hätten vier Projekte eine Finanzierung ohne vorangegangenen Validierungsauftrag erhalten. Durch Validierungsaufträge sollen laut Antwort in einer frühen Phase das Potential einer Innovation überprüft werden sowie zentrale technische und wirtschaftliche Fragen geklärt werden. Bei Innovationswettbewerben wie Challenges und Funken suche die SPRIND „gezielt Lösungen für große gesellschaftliche, technologische oder ökologische Herausforderungen“. 

Laut Antwort standen SPRIND im Jahr 2024 rund 229 Millionen Euro zur Verfügung. Davon seien rund 137 Millionen Euro für Gründungen und etwa 79 Millionen Euro für Forschungsvorhaben aufgewendet worden. Dies ist ein erheblicher Anstieg gegenüber dem Jahr 2023, als SPRIND laut Antwort insgesamt mit etwa 171,1 Millionen Euro planen konnte (davon 96,6 Millionen Euro für Gründungen). 

SPRIND wurde im Oktober 2019 mit dem Ziel gegründet, sogenannte Sprunginnovationen zu fördern. Dabei handelt es sich um Technologien, die „erhebliches Marktpotenzial haben“ und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen oder individuelle Bedürfnisse liefern. Als Beispiele nennt die AfD-Fraktion in ihrer Anfrage CRISPR/Cas (Gen-Schere) und das iPhone.