05.09.2025 Arbeit und Soziales — Antwort — hib 388/2025

Lücken bei Daten zu verdeckter Altersarmut

Berlin: (hib/CHE) Die „verschämte“ Altersarmut, also die Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen trotz Bedürftigkeit, soll Thema im 7. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung werden. Das schreibt die Regierung in ihrer Antwort (21/1421) auf eine Kleine Anfrage (21/1241) der Fraktion Die Linke.

Die Regierung verweist darauf, dass die Datenlage dünn sei, weshalb bisher nur auf Basis von Modellrechnungen geschätzt werden könne, in welchem Umfang eine Nichtinanspruchnahme besteht. „Unabhängig von den Schwierigkeiten bei der Quantifizierung ist die Nichtinanspruchnahme sozialpolitisch relevant, da sie tendenziell die Wirksamkeit verfügbarer Maßnahmen zur Armutsvermeidung einschränkt. Es bestehen weiterhin Erkenntnislücken, insbesondere dazu, welche Motive und Gegebenheiten dazu führen, dass Menschen mit geringem oder ohne Einkommen einen möglichen Leistungsanspruch nicht geltend machen“, heißt es in der Antwort.