AfD: Keine Gendersprache in Bundestagsdrucksachen
Berlin: (hib/VOM) Die AfD-Fraktion will in der Geschäftsordnung des Bundestages festschreiben, dass Drucksachen, vor allem Gesetzentwürfe und Anträge, die im Plenum oder Ausschüssen behandelt werden, in „klarer, verständlicher Schreibweise“ verfasst werden müssen. Die „sogenannte Gendersprache“ und damit vor allem Sternchen, Doppelpunkte und Binnen-I, sollen nicht zur Anwendung kommen, heißt es in ihrem Antrag (21/1559), der am Freitag im Plenum beraten wird.
Zur Begründung heißt es, durch sprachliche Eingriffe würden Texte unverständlicher, jedoch nicht gerechter. Gendern genieße in der Gesellschaft keinen Rückhalt und werde sogar von der Mehrheit der Frauen abgelehnt. Sowohl der Rechtschreibrat als auch die Gesellschaft für deutsche Sprache hätten sich von der Nutzung dieser Sonderzeichen innerhalb von Wörtern distanziert, schreiben die Abgeordneten.