Kosten für SuedLink und Gasimporte aus Aserbaidschan
Berlin: (hib/NKI) Ursprünglich wurden für die Nord-Süd-Stromtrasse (SuedLink) Plankosten in Höhe von 13,6 Milliarden Euro angegeben. Änderungen dieser Plankosten wurden von den Netzbetreibern angezeigt. Bisher sind nach Informationen der Bundesnetzagentur Ist-Kosten von rund 6,4 Milliarden Euro angefallen, weil es Änderungen in den Plänen der Netzbetreiber gegeben habe. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/2519) auf eine Kleine Anfrage (21/2167) der AfD-Fraktion. Konkrete Angaben für die Kosten pro Kilometer liegen nicht vor.
Die Fragesteller wollten wissen, ob es nicht wirtschaftlicher sei, anstatt des Stromtrassen-Ausbaus auf Gaslieferungen aus Aserbaidschan zurückzugreifen.
Zwar bestünde bereits jetzt die Möglichkeit, über die Anschlussleitungen in Italien aserbaidschanisches Gas nach Deutschland zu leiten. Doch „diese Option spielt bisher mangels ausreichendem Aufkommens und aufgrund der Abnahme des aserischen Gases in vorgelagerten Staaten keine Rolle“, so die Bundesregierung in ihrer Antwort.