12.11.2025 Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend — Unterrichtung — hib 606/2025

Ausbildung: Höchststand bei unterversorgten Bewerbern

Berlin: (hib/CHE) Im Jahr 2024 ist sowohl die Zahl der begonnenen Berufsausbildungen als auch die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze leicht gesunken. Das geht aus dem Berufsbildungsbericht 2025 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung (21/2750) vorgelegt hat. Demnach wurden zum 30. September des Vorjahres 486.700 Ausbildungsverträge gezählt, 2.500 (-0,5 Prozent) weniger als 2023. Die Zahl der betrieblichen Verträge lag mit 473.400 minimal (-0,3 Prozent oder 1.500 Verträge) unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der außerbetrieblichen Verträge ging um 7,1 Prozent oder 1.000 auf 13.300 zurück. Bundesweit wurden 556.100 Ausbildungsstellen angeboten. Das Ausbildungsangebot (neu abgeschlossene Ausbildungsverträge plus unbesetzte Berufsausbildungsstellen) fiel somit 6.500 Stellen (-1,2 Prozent) niedriger aus als im Vorjahr. Das betriebliche Ausbildungsangebot lag bei 542.800. Somit haben Betriebe und Unternehmen in Deutschland 5.500 (-1,0 Prozent) Ausbildungsplätze weniger zur Verfügung gestellt als im Vorjahr.

Nach Rückgängen in den Vorjahren ist dagegen die Nachfrage junger Menschen nach dualer Berufsausbildung zum zweiten Mal in Folge leicht gestiegen.

Sehr hoch ist laut Bericht die Zahl unterversorgter Bewerber. Demnach waren zum Stichtag 30. September 2024 noch 31.200 Bewerberinnen und Bewerber unversorgt. Das sei ein neuer Höchststand bezogen auf die Zeitreihe seit 2009, schreibt die Regierung. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Unversorgten um 4.800 (+18,1 Prozent) gestiegen. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber mit Alternative und weiterem Vermittlungswunsch in Ausbildung lag mit 39.200 ebenfalls über dem Vorjahresniveau (+1.900 beziehungsweise +5,1 Prozent). Insgesamt waren somit 70.400 Bewerberinnen und Bewerber noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle und wünschten eine entsprechende Vermittlung durch die BA. Das sind knapp 7.000 mehr als im Vorjahr (2023: 63.700). Bezogen auf alle gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber betrug ihr Anteil 16,3 Prozent (2023: 15,1 Prozent).