Rechte Gewalttaten mit misogynem Hintergrund
Berlin: (hib/PK) Die Linksfraktion erkundigt sich in einer Kleinen Anfrage (21/2861) nach rechtsextremen Gewalttaten mit misogynem und sexistischem Hintergrund. Die aktuellen Entwicklungen in Deutschland zeigten eine alarmierende Eskalation rechtsextremer Gewalt gegen Frauen sowie trans-, inter-, nicht-binäre und queere Personen.
Die ideologische Verschränkung von Rechtsextremismus und Misogynie manifestiere sich in einer systematischen Bedrohung demokratischer Teilhabe von Frauen und geschlechtlichen Minderheiten. Gleichzeitig dokumentiere der „Monitor Gewalt gegen Frauen“ für das Jahr 2023 eine erschreckende Realität: 909 Frauen und Mädchen seien in dem Jahr Opfer eines versuchten oder vollendeten vorsätzlichen Tötungsdeliktes geworden.
Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, ob die Bundesregierung eine Verfeinerung der statistischen Erfassung plant, um künftig zwischen verschiedenen Formen geschlechtsbezogener Gewalt differenzieren zu können.