Lagebericht über die Alterssicherung der Landwirte
Berlin: (hib/STO) Als Unterrichtung liegt der „Lagebericht der Bundesregierung über die Alterssicherung der Landwirte 2025“ (21/2925) vor. Danach unterliegt die Landwirtschaft einem anhaltenden Strukturwandel, der sich auch in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) durch sinkende Versichertenzahlen und sinkende Rentenbestände widerspiegelt.
Die Zahl der Versicherten ist den Angaben zufolge im Zeitraum 2021 bis 2025 um rund 14 Prozent auf rund 146.100 Personen gesunken, die Zahl der Rentenbeziehenden ging um rund 55.000 Personen oder rund zehn Prozent zurück. Die Gesamtausgaben der AdL betrugen laut Bundesregierung im Jahr 2024 rund 2,9 Milliarden Euro und wurden im Rahmen der Defizitdeckung in Höhe von rund 81 Prozent aus Bundesmitteln finanziert.
Mit Blick auf die künftige Finanzentwicklung wird in dem Bericht als ein Ergebnis der Modellrechnungen genannt, dass sich in der AdL der Rückgang der Versicherten in den nächsten zehn Jahren um rund 3,4 Prozent pro Jahr fortsetzt, aber gleichwohl in diesem Zeitraum noch mit steigenden Beitragseinnahmen in Höhe von jahresdurchschnittlich 0,8 Prozent zu rechnen ist. Weiter abnehmen wird dem Bericht zufolge auch der seit längerem rückläufige Rentenbestand. In den kommenden zehn Jahren werde ein Rückgang um 1,5 Prozent pro Jahr erwartet.
Trotzdem steigen die Rentenausgaben nach den Modellrechnungen bis 2035 jährlich durchschnittlich um 1,0 Prozent, wie aus der Unterrichtung weiter hervorgeht. Diese Entwicklung sei auf die Rentenanpassungen zurückzuführen, deren Höhe aus der gesetzlichen Rentenversicherung übernommen werde. Da das Volumen der Beitragseinnahmen deutlich geringer sei als das der Rentenausgaben, werde der Bundeszuschuss von rund 2,39 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf rund 2,63 Milliarden Euro im Jahr 2035 steigen.