AfD thematisiert geplante Grüngasquote
Berlin: (hib/NKI) Die Grüngasquote - mit der Gasversorger künftig dazu verpflichtet werden sollen, einen wachsenden Anteil erneuerbarer oder kohlenstoffarmer Gase wie Biomethan oder Wasserstoff in ihr Angebot aufzunehmen - ist das Thema einer Kleinen Anfrage (21/3255) der AfD-Fraktion.
Das von der Bundesregierung geplante Instrument der Grüngasquote werfe „erhebliche wirtschaftliche, soziale und energiepolitische Fragen auf“, schreiben die Abgeordneten. So habe das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie mit dem Titel „Quantifizierung der Mehrkosten einer Grüngasquote“ errechnet, dass private Haushalte bereits im Jahr 2030 im Durchschnitt jährlich etwa 178 Euro zusätzlich für Gas aufbringen müssten. Besonders betroffen wären Menschen mit geringem Einkommen sowie Mieter, die keine Möglichkeit haben, auf andere Heizformen auszuweichen. Die Belastung würde vollständig über die Gaspreise weitergegeben und damit direkt auf die Nebenkosten wirken. Außerdem verweisen die Abgeordneten auf das Kurzdossier „Grüngasquote“ von Agora Energiewende. In dem Papier werde „betont, dass die Quote kein effizientes Steuerungsinstrument darstellt und hohe Kosten verursachen würde, ohne dass ein gesicherter Aufbau der notwendigen Infrastruktur stattfinden kann“.
Die Bundesregierung soll nun unter anderem erklären, welche konkreten Ziele sie mit der Einführung einer Grüngasquote verfolgt, wie hoch sie die jährlichen Mehrkosten für private Haushalte im Jahr 2030 und in den Folgejahren schätzt und auf welcher Datengrundlage diese Schätzungen beruhen.