Großer Aktenbestand zur „Wehrsportgruppe Hoffmann“
Berlin: (hib/PK) Die Bundesregierung geht in ihrer Antwort (21/3283) auf eine Kleine Anfrage (21/2916) der Grünen-Fraktion auf den antisemitisch motivierten Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke im Jahr 1980 in Erlangen ein. Diverse Fragen der Abgeordneten zu dem Fallkomplex können den Angaben zufolge wegen des großen Arbeitsaufwands nicht beantwortet werden.
So würde die Klärung der Fragen zu Uwe Behrendt (dem mutmaßlichen Täter) und dessen Beziehungen zur „Wehrsportgruppe Hoffmann“ (WSG) sowie zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und insbesondere zum Ministerium für Staatssicherheit der DDR die Sichtung eines immensen Aktenbestandes innerhalb des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) und des BKA beziehungsweise Bundesarchivs erforderlich machen, heißt es in der Antwort.
Allein die Akten zur „Wehrsportgruppe Hoffmann“ und zur Person Karl-Heinz Hoffmann umfassen den Angaben zufolge mehr als 34.000 Seiten.