Zahlen zur Begabtenförderung vorgelegt
Berlin: (hib/DES) Der Anteil an Studierenden, die durch Begabtenförderungswerke unterstützt werden, ist in den vergangenen zehn Jahren leicht gestiegen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (21/3534) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/3066) hervor.
Im Jahr 2015 lag dieser Anteil laut Zahlen des Statistischen Bundesamts mit 27.629 Geförderten bei rund einem Prozent, 2024 ist er auf 1,1 Prozent gestiegen (31.447 Geförderte). Im Gegensatz dazu ist der Anteil von Promotionsförderungen gesunken - von 2,37 Prozent (2019: 4.328 Promovierende) auf 1,79 Prozent (2024: 3.794 Promovierende). Das sogenannte Ein-Prozent-Ziel sei damit weiterhin gültig und solle beibehalten werden.
Im Jahr 2024 hatten rund 26 Prozent der geförderten Studierenden einen Migrationshintergrund (2018: etwa 23,1 Prozent), knapp 54,9 Prozent waren weiblich (2018: rund 51,6 Prozent) und bei etwa 10,4 Prozent handelte es sich um Frauen in MINT-Fächern (2018: knapp 8,6 Prozent). Ähnliche Werte ergeben sich bei den Promotionsförderungen.
Der Höchstförderbetrag ist laut Antwort ebenfalls gestiegen. Im Jahr 2015 lag er (ohne Familien- und Kinderbetreuungszuschlag) bei 970 Euro, im Jahr 2024 waren es 1.292 Euro.
Rund 83,7 Prozent der geförderten Studierenden und 95,7 Prozent der geförderten Promovierenden befinden sich laut allgemeiner Hochschulstatistik an Universitäten. An Fachhochschulen sind rund elf Prozent der geförderten Studierenden und rund 0,9 Prozent der geförderten Promovierenden eingeschrieben.
Der Bund hat im Jahr 2024 rund 313,83 Millionen Euro für die Begabtenförderungswerke ausgegeben. Das Forschungsministerium (BMFTR) betont in seine Antwort, dass sich die angegebenen Zahlen ausschließlich auf die Förderaktivitäten des Ministeriums bei der Begabtenförderung beziehen. Neben den 13 Begabtenförderungswerken unterstütze das BMFTR die Begabtenförderung auch durch das Deutschlandstipendium und die berufliche Begabtenförderung.