19.01.2026 Gesundheit — Kleine Anfrage — hib 43/2026

AfD fragt nach Antibiotikaresistenzen in Europa

Berlin: (hib/PK) Mit Antibiotikaresistenzen in Europa befasst sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (21/3691). Antibiotikaresistenzen stellten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) eine der größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit in Europa dar, heißt es in der Anfrage.

Daten zeigten dabei seit Jahren erhebliche Unterschiede zwischen Mitgliedstaaten. Insbesondere beim Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) bestünden deutliche Divergenzen. Während der Anteil von MRSA an allen Staphylococcus-aureus-Isolaten in mehreren EU-Mitgliedstaaten bei über 20 Prozent liege und Deutschland seit Jahren Werte im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich aufweise, verzeichneten die Niederlande und Dänemark seit Jahrzehnten konstant sehr niedrige MRSA-Anteile von unter einem bis zwei Prozent.

Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung wissen, welche MRSA-Prävalenzen und andere relevante Antibiotikaresistenzquoten Deutschland in den vergangenen zehn Jahren in den Bundesländern aufweise und was in den Ländern getan werde, um Resistenzen zu bekämpfen.