29.01.2026 Verkehr — Unterrichtung — hib 76/2026

DFPV fordert Erhalt der Nachtzugverbindung Paris-Berlin

Berlin: (hib/HAU) Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung (DFPV) bekundet ihre tiefe Besorgnis über die drohende Einstellung der Nachtzüge zwischen Frankreich und Deutschland. Der Verzicht auf diese Verbindung bedeute, eine wertvolle Errungenschaft der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu gefährden und ein falsches Signal für die europäischen Ziele einer nachhaltigen Mobilität zu senden, heißt es im Beschluss der DFPV vom 1. Dezember 2025 zum Nachtzug Paris-Berlin, der als Unterrichtung durch die Bundestagspräsidentin (21/3861) vorliegt.

Die Abgeordneten aus Bundestag und Assemblée nationale rufen in ihrem Beschluss dazu auf, diese Nachtzugverbindungen durch die Sicherstellung einer Finanzierung „im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel“ aufrechtzuerhalten, „um den Erwartungen unserer Mitbürger gerecht zu werden“. Des Weiteren fordert die DFPV die Einsetzung einer deutsch-französischen Arbeitsgruppe, in der die betroffenen Akteure zusammenkommen, um in Zusammenarbeit mit dem deutschen und französischen Verkehrsministerium die Ursachen der derzeitigen Hindernisse bei der Erreichbarkeit der Rentabilität dieser Linien zu ermitteln. Die Arbeitsgruppe solle zudem konkrete Vorschläge zur Sicherstellung der wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit der Nachtzüge machen, um deren Attraktivität deutlich zu steigern - etwa durch einfachere und gemeinsame digitale Buchungsmöglichkeiten und einen regelmäßigeren Rhythmus.

Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs werden mit dem Beschluss aufgefordert, gemeinsam mit den nationalen Bahngesellschaften und der Europäischen Kommission die technische und rechtliche Grundlage für ein gemeinsames europäisches Nachtzug-Buchungssystem zu schaffen, das alle Anbieter integriert und einen einfachen Zugang zu grenzüberschreitenden Tickets ermöglicht.