Erfolge im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen
Berlin: (hib/PK) Die Initiativen zur Reduzierung von Antibiotika-Resistenzen zeigen nach Angaben der Bundesregierung Erfolge. So seien die MRSA-Nachweisraten (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Die Unterschiede zu den Niederlanden und Dänemark hätten sich deutlich verringert, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (21/3958) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/3691).
Danach müssen beim Vergleich von Resistenzraten zwischen Staaten die jeweilige Gesundheitssysteme und Versorgungsstrukturen berücksichtigt werden. Ein entscheidender Faktor für die Anzahl der Krankenhausinfektionen, bei denen resistente Erreger häufig eine Rolle spielten, sei die Zahl der Krankenhausaufenthalte. In den Niederlanden gebe es deutlich weniger Krankenhausaufenthalte pro 100.000 Einwohner als in Deutschland, auch weil dort häufiger ambulant versorgt werde. Das erleichtere die Hygiene wie etwa die Isolation infektiöser Patienten. Zudem hätten die Niederlande meist große Krankenhäuser mit eigenen Laboren und mehr ärztlichem Personal in den Bereichen Infektionsprävention, Diagnostik und Infektiologie.
Ein wichtiger Pfeiler der deutschen Antibiotikaresistenz-Strategie seien die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), die Meldepflichten für bestimmte multiresistente Erreger umfassen, schreibt die Bundesregierung ferner. Die im europäischen Vergleich niedrigen Resistenzraten in Deutschland seien auch auf die erfolgreiche Umsetzung der bisherigen Schutzvorkehrungen zurückzuführen.