Wahlrecht in der generalistischen Pflegeausbildung
Berlin: (hib/PK) Im Jahr 2024 haben 35,6 Prozent der Auszubildenden (13.701) in der Pflege einen Vertiefungseinsatz mit Wahlrecht Altenpflege absolviert. Das geht aus dem Bericht nach Paragraf 62 Absatz 1 des Pflegeberufegesetzes hervor, der in einer Unterrichtung (21/4030) der Bundesregierung vorliegt. Den Vertiefungseinsatz mit Wahlrecht Gesundheits- und Kinderkrankenpflege absolvierten demnach 3,3 Prozent (1.275) der Auszubildenden.
Mit dem Pflegeberufegesetz, das 2017 verkündet wurde und danach stufenweise in Kraft trat, sei die dreijährige generalistische Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau“ und „Pflegefachmann“ eingeführt worden. Seitdem absolvierten alle Auszubildenden zwei Jahre lang eine gemeinsame Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählten, heißt es in dem Bericht.
Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzten, erwürben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“. Auszubildende, die ihren Schwerpunkt in der Pflege alter Menschen oder der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sehen, könnten wählen, ob sie im letzten Ausbildungsdrittel statt der generalistischen Ausbildung einen gesonderten Abschluss in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder der Altenpflege erwerben wollten.
Die Wahl eines gesonderten Abschlusses liege in der Entscheidung der Auszubildenden, sei aber auch abhängig vom Angebot des Trägers der praktischen Ausbildung und der Pflegeschule.
Von den 13.701 Auszubildenden, die einen Vertiefungseinsatz in der Altenpflege absolviert haben, übten den Angaben zufolge 83 Personen das Wahlrecht aus und erlangten einen Abschluss in der Altenpflege. Das seien rund 0,6 Prozent der Auszubildenden mit diesem Vertiefungseinsatz und rund 0,2 Prozent aller Absolventen.
Von den 1.275 Auszubildenden, die einen Vertiefungseinsatz in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege absolvierten, übten 324 Personen das Wahlrecht aus und erlangten einen Abschluss in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Das seien gut 25 Prozent der Auszubildenden mit diesem Vertiefungseinsatz und rund 0,8 Prozent aller Absolventen. Dem gegenüber stünden 38.295 Auszubildende, die den generalistischen Abschluss in der Pflege erworben hätten, rund 99 Prozent aller Absolventen.