02.03.2026 Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit — Kleine Anfrage — hib 146/2026

Die Linke fragt nach Urananreicherung in Gronau

Berlin: (hib/SAS) In einer Kleinen Anfrage (21/4226) erkundigt sich die Fraktion Die Linke nach der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau, die zur Urenco-Gruppe gehört. Die Abgeordneten verweisen auf Medienberichte, denen zufolge das Unternehmen, an dem neben den Niederlanden und Großbritannien die beiden deutschen Energiekonzerne RWE und PreussenElektra beteiligt sind, derzeit stark in den Ausbau und die Modernisierung der Anlage investiert. Von der Bundesregierung wollen sie unter anderem wissen, welche Kenntnisse sie über die derzeit von Urenco „produzierten Mengen angereicherten Urans, genehmigten Kapazitäten sowie geplanten Kapazitätserweiterungen“ hat. Außerdem interessiert die Linksfraktion, für welche Atomkraftwerke das Unternehmen seit dem deutschen Atomausstieg im Jahr 2021 Uran hergestellt hat und wie viel Uran über oder aus Russland bezogen wurde.

In der Anfrage heißt es, die Urenco-Anlage in Gronau sei vom Atomausstieg ausgenommen und werde ohne Befristung betrieben. Das Unternehmen habe von den Bemühungen profitiert, nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Abhängigkeiten der EU und der USA von russischen Unternehmen wie Rosatom zu verringern. Allerdings werde weiterhin Uran aus Russland für die Verwendung in Atomkraftwerken bezogen.