Kostengünstiges Bauen in Deutschland
Berlin: (hib/HLE) Bundesregierung, Länder und Bauwirtschaft setzen sich für eine Stärkung des kostengünstigen Bauens in Deutschland ein. Darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/4565) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/4174) hin, die sich nach „Mehrkosten und regulatorische Hürden im sozialen Wohnungsbau durch energiepolitische und ideologische Vorgaben“ erkundigt hatte. Die Bundesregierung trage dazu unter anderem bei der Digitalisierung, dem seriellen, modularen und systemischen Bauen sowie der Unterstützung des einfachen Bauens bei.
Die Baukostensteigerungen seit 2022 sind nach Angaben der Bundesregierung neben gestiegenen Material-, Stoff- und Energiepreisen in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unter anderem auf Personal- und Finanzierungskosten zurückzuführen. Darüber hinaus gebe es noch weitere Ursachen. Der europäische Emissionshandel werde nicht als vorrangiger Kostentreiber eingestuft, heißt es in der Antwort weiter.
Die Regierung weist darauf hin, dass die Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau trotz der gestiegenen Baukosten im Jahr 2024 erneut deutlich gestiegen seien. Die Zahl der Bewilligungen für alle Maßnahmen sei um knapp 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 62.000 Wohneinheiten gestiegen. Gegenüber 2022 seien sie sogar um 50 Prozent gestiegen. Darin enthalten sei auch ein Anstieg der Bewilligungen für Neubau-Sozialmietwohnungen auf gut 27.000 Wohneinheiten. Das entspreche einem Anstieg von rund 19 Prozent gegenüber 2022. „Der soziale Wohnungsbau hat sich damit als Stabilitätsanker in Zeiten schwieriger wohnungspolitischer Rahmenbedingungen erwiesen“, schreibt die Regierung in der Antwort.