Evaluierung zur Antibiotikaminimierung in der Tierhaltung
Berlin: (hib/JD) Der Antibiotikaverbrauch in der Tierhaltung für das Jahr 2024 über alle Nutzungsarten hinweg ist im Vergleich zu 2023 um sechs Prozent gestiegen. Das geht aus dem als Unterrichtung (21/4600) vorliegenden Evaluierungsberichts „des Gesetzes zur Änderung des Tierarzneimittelgesetzes zur Erhebung von Daten über antibiotisch wirksame Arzneimittel und zur Änderung weiterer Vorschriften“ (TAMGÄndG (2023)) hervor. Demnach lag der Verbrauch 2024 bei insgesamt 507 t Wirkstoff.
Zwischen 2022 und 2024 weiter verringert habe sich indes der Anteil der drei für die Humanmedizin besonders wichtigen Substanzklassen der AMEG-Kategorie B, was sich insbesondere auf den verringerten Einsatz des Wirkstoffs Colistin zurückführen lasse. Die Therapiehäufigkeiten hätten sich seit 2022 stabilisiert, wobei es bei den neu erfassten Tierarten erhebliche Unterschiede gebe, etwa sehr hohe Therapiehäufigkeiten bei Saugferkeln bei sehr geringen Häufigkeiten bei Legehennen und Junghühnern.
In dem Bericht gibt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Auskunft zu Antibiotikaverbrauch, -abgabemengen, -resistenzen, populationsweiten und betrieblichen Therapiehäufigkeiten aus dem Evaluierungszeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2024 sowie zu Erfahrungen zur Umsetzung in der Praxis.