20.03.2026 Inneres — Antwort — hib 218/2026

Verbleib vietnamesischer Auszubildender in Berlin

Berlin: (hib/STO) Der Verbleib vietnamesischer Auszubildender in Berlin ist Thema der Antwort der Bundesregierung (21/4682) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/4392). Darin geht es um junge Vietnamesen, die der Fraktion zufolge „zur Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe nach Berlin gekommen sind“. Nach einer Recherche des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), über die im Oktober 2025 bundesweit berichtet worden sei, seien rund 200 von 700 Vietnamesen nicht mehr zum Unterricht an einer gastgewerblichen Schule in Berlin erschienen, schrieb die Fraktion ferner. Es bestehe der Verdacht „auf Menschenhandel und Ausbeutung (in Restaurantküchen über Nagelstudios bis hin zur Prostitution), in denen die Vietnamesen Schulden von bis zu 20.000 Euro bei privaten Vermittlungsagenturen abarbeiten müssten“.

Wissen wollten die Abgeordneten unter anderem, welche konkreten Erkenntnisse die Bundesregierung gegebenenfalls „zum Verschwinden von vietnamesischen Auszubildenden in Berlin und etwaig weiteren Orten in Deutschland“ hat. Wie die Bundesregierung dazu in ihrer Antwort ausführt, sind nach ihren Erkenntnissen die zuständigen Ermittlungsbehörden mit den Fällen befasst. Diese gingen allen verfügbaren Hinweisen auf die Fälle nach.

Maßnahmen zur Sachverhaltsaufklärung seien umgehend mit Bekanntwerden der Fälle eingeleitet worden, schreibt die Bundesregierung weiter. Hinweise auf einen direkten Zusammenhang zwischen den bei Prüfungen festgestellten vietnamesischen Arbeitnehmern und den von der Berufsschule als abwesend berichteten vietnamesischen Auszubildenden liegen der Bundesregierung der Antwort zufolge nicht vor.