AfD will betriebliche Altersvorsorge mit Fondsmodell
Berlin: (hib/HLE) Die AfD-Fraktion strebt eine Reform der betrieblichen Altersvorsorge durch ein digitales Standardfondsmodell an. In einem Antrag (21/4834) wird die Bundesregierung aufgefordert, einen Gesetzentwurf zur betrieblichen Altersvorsorge einzubringen. Kernstück der Reform soll ein staatlich regulierter und überwachter professioneller „Anlagefonds höchster Güteklasse“ sein, der der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegen soll. „Ein derartiger Fonds erfüllt am besten die Voraussetzungen einer sicheren, renditechancenorientierten Anlage, die bei ausreichender Größe mit Verwaltungskosten von unter 0,5 Prozent p.a. auskommt“, schreiben die Abgeordneten. Als Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Anlagekonzepts werden Modelle in Schweden und Großbritannien genannt. Diese hätten gezeigt, dass staatlich regulierte und überwachte Fonds mit digitalem Zugang, strenger Aufsicht und niedrigen Kosten die Beteiligungsquote deutlich steigern könnten. „Denn sie verbinden die Vorteile marktwirtschaftlicher Kapitalanlage mit der Sicherheit staatlicher Kontrolle und gelten als Vorbild für ein modernes Standardfondsmodell“, heißt es in dem Antrag.
Die AfD kritisiert die bisherigen Betriebsrentenmodelle. Deren Verbreitung sei unzureichend. Die Rentenlücke könne dadurch nicht geschlossen werden. Um die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge zu verbessern, müsse ein neues Konzept sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber attraktiver gemacht werden.