BMZ-Projekt für effektivere Schutzgebiete in der Mongolei
Berlin: (hib/JOH) Ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Unterstützung von Schutzgebieten in der Mongolei hat laut Bundesregierung zur Revision des Schutzgebietsgesetzes geführt. Dieses liege dem mongolischen Parlament aktuell zur Abstimmung vor, schreibt sie in einer Antwort (21/4789) auf eine Kleine Anfrage (21/4409) der AfD-Fraktion.
Darüber hinaus sei die Effektivität der Schutzgebietsverwaltungen durchschnittlich um 15 Prozentpunkte verbessert worden, heißt es darin. Insgesamt seien durch die Aktivitäten des Vorhabens fast 30.000 Teilnehmende direkt erreicht und fünf Haupt- sowie mehrere kleinere Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von rund Million Hektar unterstützt worden.
Zur Förderung der finanziellen Selbstständigkeit von Schutzgebietsverwaltungen habe das Vorhaben vor allem auf politische Reformen und neue Finanzierungsmechanismen, gesetzt, führt die Bundesregierung aus. Im Rahmen der Beratung zur Revision des Schutzgebietsgesetzes seien Regelungen zur Diversifizierung der Finanzierungsquellen und zur Stärkung der Zuständigkeiten der Schutzgebietsverwaltungen in den Entwurf aufgenommen worden. Dazu zählten insbesondere Möglichkeiten zum Abschluss von Nutzungsvereinbarungen und zur Generierung eigener Einnahmen.
Auf lokaler Ebene habe das Vorhaben nachhaltige Tourismusangebote sowie einkommensschaffende Maßnahmen durch Verarbeitung natürlicher Ressourcen zu marktfähigen Produkten gefördert. Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sei vor allem durch gesetzliche und institutionelle Verankerung sowie lokale Trägerschaft sichergestellt worden.
Da sich das Vorhaben aktuell in der Schlussrechnung befinde, könnten noch keine abschließenden Angaben zu den Kosten des Projektes gemacht werden, schreibt die Bundesregierung.