Förderkredite für Betriebsübergaben und Neugründungen
Berlin: (hib/NKI) Um Betriebsneugründungen und Nachfolgergründungen schneller auf den Weg zu bringen, will die Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern im Rahmen des Projektes „Schneller gründen“ Gründungen durch digitale Prozesse vereinfachen und beschleunigen. Das geht aus der Antwort (21/4765) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/4305) der Fraktion Die Linke hervor.
Darüber hinaus unterstütze die Bundesregierung Betriebsübergaben branchenunabhängig und deutschlandweit „mit vielfältigen finanziellen und nicht-finanziellen Instrumenten“, wie beispielsweise der gemeinsam von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) betriebenen Unternehmensnachfolgebörse Nexxt-Change und den zinsverbilligten ERP-/KfW-Förderkrediten wie dem ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge, bei dem eine Bürgschaftsbank eine 100-prozentige Garantie für die jeweilige Hausbank übernimmt. Auch der ERP-Gründerkredit Start-Geld und der ERP-Förderkredit KMU stünden Neu- und Nachfolgegründungen offen.
Im vergangenen Jahr 2025 habe sich das Zusagevolumen beim ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge auf 96 Millionen Euro belaufen, bei insgesamt 350 geförderten Vorhaben - davon seien 15 Millionen Euro für 57 Vorhaben in den ostdeutschen Bundesländern, inklusive Berlin, geflossen.
Beim ERP-Gründerkredit Startgeld habe das Zusagevolumen im Jahr 2025 rund 270 Millionen Euro betragen. Insgesamt 3507 Vorhaben seien gefördert worden, 38 Millionen Euro hätten 477 Vorhaben in den ostdeutschen Bundesländern, inklusive Berlin, betroffen.
Beim ERP-Förderkredit Kleine- und Mittelständische Unternehmen (KMU) habe das Zusagevolumen im Jahr 2025 rund 6,226 Milliarden Euro betragen. 12.839 Unternehmen seien auf diese Weise gefördert worden, 847 Millionen Euro für 3213 Vorhaben hätten Firmen in Ostdeutschland, inklusive Berlin, erhalten.