Kein Zusammenhang von Impfnebenwirkungen und Autismus
Berlin: (hib/PK) Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren hat die Zahl der ambulanten Diagnosen von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und ihr Anteil an allen dokumentierten Diagnosen psychischer Störungen zwischen 2012 und 2024 zugenommen. Das geht aus der Antwort (21/4918) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/4589) der AfD-Fraktion hervor.
Die Entwicklung betrifft den Angaben zufolge Diagnosen von frühkindlichem Autismus, atypischem Autismus und dem Asperger-Syndrom. Eine ähnliche zeitliche Entwicklung sei bei Erwachsenen zu beobachten.
Die steigenden Fallzahlen ambulanter und stationärer ASS-Diagnosen reflektierten aber nicht zwingend eine Zunahme von ASS-Ersterkrankungen, heißt es in der Antwort weiter. Als wesentlich für die zunehmenden ASS-Diagnosen sei der Zusammenhang mit einem gesteigerten Problembewusstsein anzusehen.
Zusammenhänge zwischen umweltbedingten Einflüssen und Schwermetallen mit ASS seien bislang nicht gesichert bei insgesamt begrenzter Evidenz. Zusammenhänge zwischen Impfnebenwirkungen und ASS seien eindeutig widerlegt. Zusammenhänge mit mangelnder diagnostischer und medizinischer Infrastruktur seien nicht belegt.
Weitere diskutierte Faktoren umfassen den Angaben zufolge vor allem genetische Einflüsse sowie verschiedene pränatale und perinatale Risikofaktoren (Beispielsweise Assoziationen zwischen höherem Elternalter, Frühgeburtlichkeit, mütterlichen Erkrankungen und Einnahme von Antidepressiva).