Bundesregierung zur Urananreicherungsanlage in Gronau
Berlin: (hib/SAS) Die Urananreicherungsanlage der Urenco GmbH in Gronau verfügt laut Angaben der Bundesregierung über eine jährliche Kapazität von 4.500 Tonnen Urantrennarbeit. Damit wird der technische Aufwand bezeichnet, der benötigt wird, um Uran-Isotope für die Urananreicherung zu trennen. Ob das britisch-niederländisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen einen Antrag auf Genehmigung von Kapazitätserweiterungen plane, sei ihr nicht bekannt, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (21/4668) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/4226). Die Bundesregierung beaufsichtige nicht die Planungen des Unternehmens in betriebswirtschaftlicher Hinsicht, sie überwache das Unternehmen im Rahmen der völkerrechtlichen Verträge gemeinsam mit den internationalen Partnerregierungen nichtverbreitungspolitisch.
Aus der Anlage Gronau dürfe höchstens auf fünf Massenprozent U-235 angereichertes Uran ausgeliefert werden, so die Bundesregierung. Urenco exportiere dies in die USA und importiere es auch von dort. Aus Russland habe das Unternehmen seit 2021 kein Uran mehr eingeführt. Mit Beginn des Ukrainekriegs seien die Lieferbeziehungen mit Russland gestoppt worden. Weitere Angaben macht die Bundesregierung mit Blick auf die Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen nicht.
In ihrer Anfrage hatte Die Linke auf Medienberichte verwiesen, denen zufolge die Urananreicherungsanlage der Urenco umfassend modernisiert und ausgebaut werden soll.