„Scharfschützen-Morde“ während der Belagerung Sarajevos
Berlin: (hib/STO) „Kenntnis der Bundesregierung über die Beteiligung von Privatpersonen an Scharfschützen-Morden während der Belagerung Sarajevos“ lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/5251(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Darin schreibt die Fraktion, während der Belagerung Sarajevos in den Jahren 1992 bis 1996 sollten laut investigativen Recherchen „wohlhabende Männer aus verschiedenen europäischen Staaten über Belgrad nach Sarajevo gereist sein und hohe Summen dafür bezahlt haben, um an der Seite der bosnisch-serbischen Armee auf Menschen zu schießen“.
Wissen wollen die Abgeordneten unter anderem, ob in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung strafrechtliche Ermittlungen „im Zusammenhang mit der Teilnahme oder der Organisation an Scharfschützen-Morden und anderer Gräueltaten während der Belagerung Sarajevos während des Krieges in Bosnien und Herzegowina geführt“ wurden oder werden.