14.04.2026 Verkehr — Anhörung — hib 293/2026

Sachverständigenanhörung zum Bahnprojekt Hannover-Hamburg

Berlin: (hib/HAU) Der Verkehrsausschuss befasst sich bei einer öffentlichen Anhörung am Montag, 20. April 2026, ab 13 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses mit dem Bahnprojekt „Ausbaustrecke/Neubaustrecke Hannover-Hamburg“. Wie aus einer Unterrichtung der Bundesregierung (21/3150) hervorgeht, ist ein zweigleisiger Neubau zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld mit einer Streckenlänge von 109 Kilometer vorgesehen. Die voraussichtlichen Kosten werden mit 8,8 Milliarden Euro beziffert.

Laut Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) werden mit der vorliegenden Vorzugsvariante die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Das EBA kommt laut Unterrichtung zu dem Ergebnis, dass mit der Vorzugsvariante der DB InfraGO AG der zuwendungsrechtlich geforderte Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gewahrt wird. Sollte es zur Realisierung der im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung erhobenen Kernforderungen aus der Region kommen, würde dies der Vorlage zufolge zu erheblichen Mehrkosten in Höhe von bis zu 4,99 Milliarden Euro im Vorhaben ABS/NBS Hannover - Hamburg führen. „Die Berücksichtigung der übergesetzlichen Mehrforderungen könnte dazu führen, dass der volkswirtschaftliche Nutzen des Vorhabens nicht mehr gegeben (Nutzen-Kosten-Verhältnis kleiner 1) und das Gesamtvorhaben auf Basis der aktuellen Rechtslage nicht mehr aus Bundesmitteln finanzierbar wäre“, heißt es.

Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer können sich unter Angabe von Namen und Geburtsdatum spätestens bis zum 16. April 2026 ,15 Uhr beim Sekretariat des Verkehrsausschusses, verkehrsausschuss@bundestag.de, für eine Teilnahme an der öffentlichen Anhörung anmelden.

Die Anhörung wird live im Parlamentsfernsehen und im Internet auf www.bundestag.de übertragen. Sie steht anschließend in der Mediathek zum Abruf bereit.