Regierung unterstützt Bewerbung um Olympia-Ausrichtung
Berlin: (hib/VOM) Die Bundesregierung hat eine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele zu ihrem sportpolitischen Ziel erklärt und unterstützt den nationalen Bewerbungsprozess. Dieser sei darauf ausgerichtet, dass auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im September 2026 über die nationale Bewerberregion entschieden wird, schreibt sie in ihrer Antwort (21/5275(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/4917(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Vier Regionen - Berlin, Hamburg, München und Köln/Rhein-Ruhr - hätten Bewerbungskonzepte eingereicht. Die Bundesregierung, die Ausrichterstädte sowie die jeweiligen Länder hätten ihre finanzielle Beteiligung und „prozessuale Unterstützung“ zugesagt, heißt es in der Antwort. Für die Modernisierung von Sportanlagen würden unabhängig vom Erfolg der Bewerbung Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz bereitgestellt. Nach derzeitigem Stand stelle der Bund für die Bewerbung im Zeitraum von 2024 bis 2027 bis zu rund 6,9 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Regierung hebt hervor, dass Deutschland international wieder zu den führenden Sportnationen gehören soll. Ein zentrales Vorhaben sei der Entwurf des Sportfördergesetzes, der die Spitzensportförderung des Bundes erstmalig auf eine einheitliche und transparente Grundlage stelle. Kernelement sei die Errichtung einer Spitzensport-Agentur als Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie solle die Förderung zur Stärkung der Sportverbände erfolgsorientierter, einfacher, zielgerichteter und weniger bürokratisch gestalten.
Wie es weiter heißt, sollen die Rahmenbedingungen der Athletinnen und Athleten verbessert und die Attraktivität des Trainerberufs erhöht werden. Bei der „Traineroffensive“ sei eine zeitnahe Erhöhung der Förderhöchstgrenzen geplant. Zur Modernisierung von Trainingsstätten des Spitzensports würden mit dem Bundeshaushalt 2026 zusätzlich 150 Millionen Euro für Investitionen bereitgestellt, um Förderkonditionen zu verbessern und den Investitionsstau abzubauen.
Die Regierung verweist zudem auf das Bundesprogramm „Deutschland lernt Schwimmen“, mit dem die Verbesserung der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in den nächsten vier Jahren mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro gefördert werde. Vorrangig solle sich die Förderung an Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien und strukturschwachen Regionen richten.