Übergriffe auf Bahnmitarbeiter deutlich angestiegen
Berlin: (hib/HAU) Die Anzahl der im Dienst Opfer einer Gewalttat gewordenen Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG (DB AG) ist von 1.882 im Jahr 2019 auf 3.023 im Jahr 2025 gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/5307) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/4552) hervor.
„Das Reisendenaufkommen hat seit der Corona-Pandemie wieder zugenommen“, schreibt die Regierung zur Erläuterung. Hierdurch fänden auch vermehrt Kontrollen bei den Reisenden in Zügen und an Bahnhöfen statt. In den Kontrollsituationen, wie beispielsweise Fahrausweiskontrollen - insbesondere bei der Prüfung der Identität anhand der Personaldokumente - sowie bei der Durchsetzung des Hausrechts „zeigen Menschen eine aggressivere Haltung gegenüber Arbeitnehmern mit Unternehmensbekleidung“, die dann in vielen Fällen durch verbale und tätliche Übergriffe zum Ausdruck komme.
Nach Angaben der DB AG gebe es seit 2024 Bodycams für Kundenbetreuer im Nahverkehr auf freiwilliger Basis, heißt es weiter. Aktuell würden etwa 1.400 der rund 5.500 Kundenbetreuer das Angebot wahrnehmen. Das sei eine Ausstattungsquote von rund 26 Prozent. Bei der DB-Sicherheit tragen der Vorlage zufolge 173 Mitarbeiter anlassbezogen oder permanent Bodycams. Seit 2025 gebe es außerdem Pilotprojekte mit Bodycams im Fernverkehr.