22.04.2026 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Antwort — hib 335/2026

Regierung zur gruppenspezifischen Gesundheitsforschung

Berlin: (hib/DES) Die Bundesregierung geht grundsätzlich davon aus, dass das Geschlecht bei allen Erkrankungen relevant für Prävention, eine angemessene Diagnose und Therapie sein kann. Welche konkrete Rolle das Geschlecht bei den verschiedenen Krankheitsbildern spielt, gilt es zu erforschen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (21/5340) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/5036) hervor. In der Anfrage ging es um das Verständnis der Bundesregierung von bevölkerungsgruppen- und geschlechterspezifischer Gesundheitsforschung.

Unter „geschlechtssensibler Gesundheitsforschung“ versteht die Bundesregierung „eine Forschung, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Ursachen für Erkrankungen erforscht und geschlechterspezifische Ansätze für Diagnostik sowie Präventions- und Therapiemaßnahmen entwickelt“, heißt es in der Antwort. Insgesamt seien alle Bevölkerungsgruppen, deren Gesundheit „durch bestimmte soziodemografische, biologische oder gesellschaftliche Faktoren unterschiedliche beeinflusst werden“, für die medizinische Forschung relevant.