24.04.2026 Sport und Ehrenamt — Antwort — hib 344/2026

Sicherheitsmaßnahmen im Profifußball

Berlin: (hib/MIS) Die Bundesregierung bewertet den Rückgang der Zahl verletzter Personen bei Spielen der ersten drei Fußball-Profiligen von 1.338 in der Saison 2023/2024 auf 1 107 in der Saison 2024/25 (−17,2 Prozent) im Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) durchaus positiv. Gleichwohl bewege sich das Verletzungsgeschehen nach wie vor auf einem insgesamt hohen absoluten Niveau, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/5451) auf die Kleine Anfrage (21/4877 ) der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Geplante Verschärfung von Stadionverboten und weiterer Sicherheitsmaßnahmen im Profifußball“ mit.

Die Bundesregierung erkenne an, dass die überwiegende Mehrheit der Stadionbesucher Fußballspiele friedlich erlebe, heißt es im Antwortschreiben weiter. Jüngste Vorfälle - namentlich die Ausschreitungen beim Spiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 24. Januar 2026 sowie zuletzt die gravierenden Gewalttaten beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC am 4. April 2026 - zeigten jedoch, dass es keinen Anlass zur Entwarnung gebe. Die anhaltend schwerwiegenden Ereignisse rechtfertigten aus Sicht der Bundesregierung die fortgesetzte Überprüfung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der bestehenden Sicherheitsarchitektur, . Dabei seien Verhältnismäßigkeit und die Wahrung der Rechte friedlicher Fans handlungsleitend.