Maßnahmen zur Stärkung des maritimen Standorts Deutschland
Berlin: (hib/HAU) Die Bundesregierung ergreift nach eigener Aussage Maßnahmen zur Stärkung des maritimen Standorts, der maritimen Wirtschaft und des maritimen Personals, sowie zur wettbewerbsfähigen Gestaltung und Steigerung der Attraktivität der deutschen Flagge, „um die deutsche Handelsflotte zu stärken und die Anzahl der Schiffe deutscher Reeder unter deutscher Flagge zu steigern“. Europäisch wettbewerbsfähig gestaltet werde die deutsche Flagge durch die Erhöhung des Lohnsteuereinbehaltes auf 100 Prozent, eine passgenaue Erstattung der Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung sowie die Anpassung der Schiffsbesetzungsverordnung an europäische Standards, heißt es in der Antwort der Regierung (21/5445(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/4861(Dokument, öffnet ein neues Fenster)).
Was die Attraktivität der seemännischen Berufe angeht, so haben aus Sicht der Regierung insbesondere die globale Schifffahrtskrise der 2010er Jahre und Piraterie, aber auch die Auswirkungen von COVID-19 und aktuelle Krisenlagen potenzielle Bewerber zur Zurückhaltung bewogen. Um die Attraktivität der maritimen Ausbildung zu steigern, würden mit Unterstützung der Bundesregierung in der maritimen Branche verschiedene Maßnahmen umgesetzt, heißt es. Unter anderem würden Social Media und die zentrale Ausbildungswebseite www.mach-meer.de(Externer Link) genutzt, um junge Leute digital und gezielt anzusprechen.
Darüber hinaus werde auf eine verstärkte Präsenz der Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt auf Ausbildungsmessen gesetzt. Auch würden Arbeitsagenturen über Informations-Webinare ins Bild gesetzt, „um Bewerbende im Hinblick auf seemännische Berufe besser beraten zu können“. Des Weiteren existiere eine Nachwuchsinitiative des Deutschen Maritimen Zentrums, teilt die Regierung mit.