28.04.2026 Gesundheit — Antwort — hib 354/2026

Kein Einsatz von Huaier-Präparaten in der Onkologie

Berlin: (hib/CHE) Der Bundesregierung liegen zum Einsatz von Huaier-Präparaten mit dem Huaier-Pilz (Trametes robiniophila) als adjuvante Maßnahme in der Onkologie keine Informationen vor. „In Deutschland gibt es keine zugelassenen huaierhaltigen Arzneimittel. Ein entsprechender Zulassungs- oder Beratungsantrag wurde beim Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM) bisher nicht gestellt“, schreibt die Regierung in einer Antwort (21/5586(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/5163(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion.

„Nach Auskunft des Krebsinformationsdienstes (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist Trametes robiniophila/Huaier-Granulat in China ein durch die chinesische Arzneimittelzulassungsbehörde zugelassenes pflanzliches Arzneimittel. Beim hepatozellulären Karzinom gebe es positive Ergebnisse aus einer randomisierten kontrollierten Studie aus dem Jahr 2018, die in China durchgeführt wurde“, so die Regierung weiter. Nach westlichen evidenzbasierten Standards (EBM) reiche die Datenlage derzeit nicht aus, um den Einsatz von Huaier-Granulat außerhalb von klinischen Studien zu empfehlen. Methodisch hochwertige, unabhängige, multizentrische randomisierte klinische Studien (RCT) außerhalb Chinas seien hierfür notwendig.