Schadnagerbekämpfung: Abgabe von Bioziden gestiegen
Berlin: (hib/SAS) Die Abgabemenge antikoagulanter Rodentizide, die bei der Bekämpfung von Schadnagern wie Ratten eingesetzt werden, ist in den letzten drei Jahren gestiegen. Laut einer Antwort der Bundesregierung (21/5567(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion ( 21/5152(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) wurde der Bundesstelle für Chemikalien im vergangenen Jahr die Abgabe von 3.150,67 Tonnen Rodentizide mit Antikoagulantien der zweiten Generation mitgeteilt. 2024 wurde die Abgabe von 2.642,89 Tonnen gemeldet, 2023 waren es 1.911,61 Tonnen.
Antikoagulante, also blutgerinnungshemmende, Rodentizide der zweiten Generation sind Biozidprodukte, die laut der Antwort der Bundesregierung „diverse bedenkliche Eigenschaften“ haben. Es handele sich um PBT-Stoffe, die schlecht abbaubar und toxisch sind und sich zudem in der Nahrungskette anreichern. Zudem seien sie fortpflanzungsschädlich, heißt es in der Antwort. Daher dürften sie nach EU-Biozidverordnung nur ausnahmsweise und für begrenzte Dauer zur Verwendung zugelassen werden.