05.05.2026 Gesundheit — Antwort — hib 363/2026

Qualitätsmangel bei einem Hauptwirkstoffproduzenten

Berlin: (hib/PK) Die Lieferengpässe bei quetiapinhaltigen Arzneimitteln in der Darreichungsform retard (verlangsamte Wirkstofffreisetzung) lassen sich auf Schwierigkeiten im Herstellungsprozess sowie auf eine erhöhte Nachfrage zurückführen. Das berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/5612(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/5228(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion.

Ursache der Schwierigkeiten bei der Herstellung sei ein Qualitätsmangel bei einem Hauptwirkstoffproduzenten, der zu starken Schwankungen im Wirkstoffgehalt geführt habe. Dies habe Rückrufe ausgelöst und zu einer vorübergehenden Produktionseinstellung geführt. Da der betroffene Wirkstoffhersteller einen Großteil des Marktes abgedeckt habe, seien viele Arzneimittelanbieter betroffen, was die erhöhte Nachfrage bei Mitbewerbern begründe.

In Deutschland wird den Angaben zufolge der überwiegende Bedarf an quetiapinhaltigen Arzneimitteln in retardierter Form (85 Prozent) von sechs Anbietern mit größeren Marktanteilen sowie acht weiteren Marktbeteiligten mit jeweils kleinen Anteilen bedient.

Quetiapinhaltige Arzneimittel werden bei psychischen Störungen, etwa depressiven Erkrankungen, Schizophrenie oder bipolaren Störungen eingesetzt.