Korridorsanierungen auf der Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden
Berlin: (hib/HAU) Primäres Ziel der Korridorsanierungen auf der Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden ist es, „Infrastrukturmängel und Störungsursachen zu reduzieren“. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/5663(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/4635(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Dies führe zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und einer stabileren Betriebsqualität im Vergleich zum Status quo, heißt es. Maßnahmen zur grundsätzlichen Steigerung der Zugzahlen auf den jeweiligen Strecken seien dagegen nicht Ziel der Korridorsanierung, teilt die Regierung mit.
Die Gesamtkosten der Korridorsanierung (inklusive Risikopuffer) belaufen sich laut Bundesregierung auf etwa 1,65 Milliarden Euro. Davon seien etwa 70 Millionen Euro Eigenmittel der Deutschen Bahn AG (DB AG). Zur Kostenentwicklung heißt es: Seit der Bündelung der Einzelmaßnahmen zu zwei Gesamtprojekten (Troisdorf-Unkel und Unkel-Wiesbaden) sei der Kostenrahmen konstant geblieben.
Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung sei ein Kostenvergleich und ein Vergleich der verkehrlichen Effekte durchgeführt worden, schreibt die Bundesregierung. Im Ergebnis des Kostenvergleichs sei der Weiterführungsfall maximal rund 10,2 Millionen Euro wirtschaftlicher als die Korridorsanierung. Hinsichtlich des Vergleichs der verkehrlichen Effekte werde ein Gesamtnutzen der Korridorsanierung von mindestens rund 10,4 Millionen Euro ausgewiesen. „Im Gesamtergebnis ist die Korridorsanierung trotz Berücksichtigung einer Vielzahl von Annahmen zu Ungunsten der Korridorsanierung im Rahmen von Sensitivitätsanalysen mindestens rund 200.000 Euro wirtschaftlicher als der Weiterführungsfall“, heißt es in der Antwort.