07.05.2026 Wirtschaft und Energie — Antrag — hib 385/2026

Grüne wollen Mikrokreditfonds erhalten

Berlin: (hib/NKI) Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung in einem Antrag (21/5768(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf, den Mikrokreditfonds Deutschland für Existenzgründungen und Kleinstunternehmen fortzusetzen.

Die Antragsteller wollen, dass der seit 2010 laufende Mikrokreditfonds nicht zum 30. Juni 2026 beendet, sondern auch über 2026 hinaus im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) oder im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fortgeführt und personell abgesichert wird. Das Förderinstrument sei für Existenzgründungen und Kleinstunternehmen „ein zentraler Motor für Innovation, Vielfalt und wirtschaftliche Erneuerung“. Damit würden Arbeitsplätze geschaffen, die regionale Wertschöpfung gestärkt und Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen - etwa Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Gründerinnen und Gründer aus der Arbeitslosigkeit - eine unternehmerische Perspektive eröffnet.

Der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgelegte Fonds sichere Kredite bis zu 25.000 Euro für Unternehmen ab, die keinen ausreichenden Zugang zu klassischen Bankfinanzierungen haben. Seit seiner Einführung seien rund 38.000 Kredite mit einem Volumen von über 400 Millionen Euro vergeben und damit zehntausende Arbeitsplätze erfolgreich gesichert worden, heißt es in dem Antrag.

Der Bundestag soll den Vorschlag am Donnerstag ohne Aussprache direkt in die Ausschüsse zur weiteren Beratung überweisen.