11.05.2026 Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit — Antwort — hib 391/2026

Bundesregierung zu Maßnahmen gegen invasive Arten

Berlin: (hib/SAS) Die Bundesregierung geht nicht von einer weiteren Ausbreitung des Großen Höckerflohkrebses in Deutschland aus. Der ursprünglich aus der Region um das Schwarze Meer stammende Flohkrebs gilt als Allesfresser und effektiver Räuber und ist bereits in allen Bundeswasserstraßen etabliert. Er komme im schiffbaren Rhein- und Elbesystem vor, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (21/5623(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage (21/5123(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion. In dieser hatte sich die Fraktion nach Maßnahmen gegen invasive Arten erkundigt.

Die rotgerandete Turmschnecke wiederum, die ebenfalls in Deutschland als etabliert gilt, komme derzeit nicht im schiffbaren Rhein und der Elbe vor, so die Bundesregierung.

Hinsichtlich der in Deutschland und anderen europäischen Ländern weit verbreiteten Marmorierten Baumwanze, die und als potenziell invasive Art eingestuft wird, seien negative Auswirkungen auf die Biodiversität nicht eindeutig belegt. Es sei daher nicht geplant sie für die Unionsliste der EU-VO 1143/2014 vorzuschlagen. Diese enthalte Arten, die nachweislich eine Gefährdung für die Biodiversität oder die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen darstellen. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung komme auch eine Aufnahme in die Liste der Unionsquarantäneschädlinge nach der EU-Pflanzengesundheitsverordnung nicht in Betracht.