20.05.2026 Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen — Antwort — hib 413/2026

474.000 Menschen wegen Wohnungslosigkeit in Einrichtungen

Berlin: (hib/HLE) Ende Januar 2025 waren in Deutschland rund 474.700 Menschen wegen Wohnungslosigkeit in Einrichtungen untergebracht. Dies berichtet die Bundesregierung in der Antwort (21/5885(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/5601(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Hinsichtlich der Kosten lägen keine Informationen vor. Die Unterbringung wohnungsloser Personen liege in der Zuständigkeit der Kommunen. Nur dort lägen Informationen zu den Kosten vor.

Auf die Frage, warum die Zahl der Wohnungslosen zwischen 2022 und 2024 gestiegen sei, erläutert die Bundesregierung, für die Gruppe der untergebrachten wohnungslosen Personen sei dieser Anstieg zum einen auf eine Verbesserung der Datenmeldung durch die auskunftspflichtigen Stellen zurückzuführen. Zum anderen erfasse die Statistik untergebrachter wohnungsloser Menschen auch Personen, die in Unterkünften für Geflüchtete untergebracht seien, wenn ihr Asylverfahren positiv abgeschlossen worden sei (zum Beispiel Asylberechtigung, Flüchtlingseigenschaft, subsidiärer Schutz) und sie zur Vermeidung von ansonsten eintretender Wohnungslosigkeit in der Unterkunft verblieben seien. Auch Geflüchtete aus der Ukraine würden unter bestimmten Voraussetzungen in der Statistik berücksichtigt.