Standzeiten im Regionalverkehr durch neue ICE-Verbindung
Berlin: (hib/HAU) Über die Folgen der Einführung einer ICE-Verbindung von Berlin nach Stuttgart, die zwischen Stuttgart und Nürnberg die Murrbahn nutzt, für den Regionalverkehr informiert die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/5986(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/5606(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) werde für den ICE 1162 Stuttgart - Berlin der Regionalexpress RE 90 in Schwäbisch Hall-Hessental überholt und habe daher dort eine Standzeit von zehn Minuten. Für den ICE 1163 Berlin - Stuttgart erhalte der Metropolexpress MEX 90 eine Kreuzung in Fornsbach mit einer Standzeit von acht Minuten. Ein RE 90 erhalte in Sulzbach (Murr) eine Standzeit von elf Minuten zur Kreuzung mit MEX 90 und Überholung durch den ICE 1163.
Laut DB AG seien die aktuell in Umsetzung befindlichen Maßnahmen für die Neukonzeption des Fahrplans im Regionalverkehr konzipiert, heißt es weiter. In den Bahnhöfen Sulzbach (Murr) und Oppenweiler würden durch Anpassungen an der Leit- und Sicherungstechnik gleichzeitige Einfahrten geschaffen. Dadurch werde in Verspätungsfällen die Gefahr von Verspätungsübertragungen reduziert.
Im Bahnhof Waiblingen werde zur Steigerung der Betriebsqualität die Einfahrgeschwindigkeit aus Richtung Backnang auf 80 km/h erhöht. Die Maßnahmen würden aus dem Teilprogramm „Halbstundentakt“ des Klimaschutzprogramms 2026 (KSP) finanziert. Die Maßnahmen schafften Freiheitsgrade in der Fahrplankonstruktion und milderten somit die Auswirkungen eines zusätzlichen Fernverkehrszuges auf den Regionalverkehr ab, schreibt die Bundesregierung unter Bezugnahme auf Informationen der DB AG.