Grüne fordern Initiativen gegen hohe Lebensmittelpreise
Berlin: (hib/PK) Die Grünen fordern politische Initiativen, um einer Lebensmittelpreiskrise vorzubeugen. Die Bevölkerung müsse sich darauf verlassen können, dass die Preise im Supermarkt nicht überhöht ausfielen. Um die nötige Fairness zu gewährleisten, bedürfe es Transparenz, aber auch wirksamer Sofortmaßnahmen, die während einer Krise präventiv greifen, um ungerechtfertigten Preissteigerungen vorzubeugen, heißt es in einem Antrag (21/6012(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion.
Die Bundesregierung solle sich dafür einsetzen, Verbraucher und Erzeuger vor verzerrter Preisbildung und zunehmender Marktkonzentration zu schützen. Ein wichtiges Ziel sei, eine weitere Marktkonzentration in Lebensmittellieferketten zu verhindern.
Die Grünen fordern konkret, eine Preistransparenzstelle einzurichten, die vor plötzlichen Preissprüngen warnt. Preiserhöhungen müssten für Verbraucher klar erkennbar und nachvollziehbar sein, etwa durch verpflichtende Hinweise am Preisschild bei veränderten Packungsgrößen (Shrinkflation). Auch sollte eine Preisvergleichs-App eingeführt werden. Zugleich sollten große Supermärkte dazu verpflichtet werden, ihre Preise zu melden.
Bei ungerechtfertigt steigenden Preisen sollten ferner die Margen im Lebensmittelhandel durch die Einführung eines Limits für Gewinnaufschläge begrenzt werden. Für alle Kinder sollte außerdem ein kostenfreies Schul- und Kitamittagessen eingeführt werden. Der Bund solle dafür den Rechtsrahmen schaffen.