09.06.2026 Wirtschaft und Energie — Antwort — hib 456/2026

Nutzung von Agrarflächen zur Energiegewinnung

Berlin: (hib/NKI) Im Jahr 2025 wurden auf rund zwei Millionen Hektar landwirtschaftlicher Fläche Pflanzen für die Erzeugung von Bioenergie angebaut. Das geht aus der Antwort (21/6224(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/5834(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der AfD-Fraktion hervor.

Die energetische Ausbeute je Hektar Fläche bei Nutzung von Energiepflanzen sei „von Jahr zu Jahr und von Region zu Region sehr unterschiedlich“, heißt es in der Antwort. Klima und Witterungseinflüsse sowie Bodengüte und Höhenlage beeinflussten die Biomasseerträge je Hektar Fläche. Außerdem spielten bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen „eine Reihe von technischen, rechtlichen, betriebswirtschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Faktoren eine Rolle“. Auch politische Entscheidungen und Regelungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene seien zu berücksichtigen. Deshalb sei es bei einer vergleichenden Bewertung verschiedener Flächennutzungen wenig sinnvoll, diese allein auf Basis eines Kriteriums „energetische Ausbeute je Hektar“ vorzunehmen.

Deutschland verfüge über etwa 18 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche, was rund 50 Prozent der gesamten Landesfläche entspreche.